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WALNUSS-AGROFORST: ERFOLGREICHE BACHELORABEIT

Wir gratulieren unserer ehemaligen Mitarbeiterin Isabelle Decher herzlich zu ihrer bestandenen Bachelorarbeit. Isabelle hat im letzten Jahr nicht nur unser Team im Agroforst Reallabor als studentische Hilfskraft unterstützt, sondern auch mit Ihrer Projektidee „Marktgarine“ bei der Klever Birne einen zweiten Preis gewonnen.

In ihrer Bachelorarbeit entwickelte Isabelle eine Marketingstrategie für ein vielversprechendes agroforstliches Produkt: Walnüsse. Unter Agroforstwirtschaft versteht man die Kombination von Gehölzen mit Ackerkulturen und/oder Viehhaltung auf einer Fläche. Ein jahrhundertealtes bewährtes Konzept, dass im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft vielfach verlorenging. Unser Transformationsprojekt Agroforst Reallabor zielt darauf ab diese Praxis in der Region Niederrhein durch wissenschaftliche Unterstützung, Zusammenarbeit mit der lokalen Landwirtschaft und Wissenstransfer zu fördern und neu zu etablieren. Für den Anbau von Walnüssen lautet Isabelles Fazit: Es gibt eine positive Marktsituation am Niederrhein.

„FRÜHER HATTE HIER JEDER HOF EINEN WALNUSSBAUM“,

Walnussproduzentin am Niederrhein

Warum aber wählte Isabelle ausgerechnet die Walnuss zum Thema ihrer Bachelorarbeit? Drei Gründe sprechen für die Kultivierung von Walnussbäumen: eine steigende Nachfrage in Deutschland nach Nüssen generell, die Tatsache, dass Walnüsse bereits in Deutschland angebaut werden und Teil der lokalen kulinarischen Kultur sind sowie der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien, die die Walnüsse zu sehr gesunden Baumnüssen machen.

In den geführten Interviews mit Erzeugern, erinnerte sich eine Gesprächspartnerin an die einstige Normalität von Walnussbäumen: „Früher hatte hier jeder Hof einen Walnussbaum, also mindestens einen.“ Und auch heute, stellt Isabelle in ihrer Arbeit fest, bietet sich der Niederrhein mit seinem milden Klima, mittleren Niederschlägen und seinen fruchtbaren Böden für den Walnussanbau an.

Neue Erzeuger sollen Isabelles Recherche zufolge Walnüsse und verarbeitete Produkte anbieten, die nicht nur einen besseren Geschmack haben als importierte Walnüsse, die zum heutigen Zeitpunkt den Großteil der in Deutschland konsumierten Walnüsse stellen, sondern den Kund*innen helfen einen nachhaltigen Einfluss auszuüben. Denn Agroforst bedeutet unter anderem ein geringerer Einsatz von Pestiziden, was sich wiederum positiv auf die Artenvielfalt auswirkt. Jeder Agroforst erzielt damit einen positiven ökologischen Effekt für die gesamte Region. Kund*innen und Konsument*innen lokaler Walnüsse können somit nachhaltig für einen Wandel vor Ort sorgen, auch unter sozialen und ökonomischen Aspekten, denn der Kauf lokaler Walnüsse stärkt die Erzeuger vor Ort.

 

EXKURSION WALNUSS-AGROFORST

Am 7. Juni findet im Rahmen der Agroforst Sommerwoche der Hochschule Rhein-Waal eine geführte Tour durch den Walnuss-Agroforst vom Hof Birgel in Kalkar statt.

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