Makeathon Range Extender

TransRegINT auf Gran Canaria: Wasserstoff für eine nachhaltige Landwirtschaft

Am 27. Februar 2024 erreichten Prof. Dr. Irmgard Buder und Omed Abed mit Studierenden der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) das sonnige Las Palmas auf Gran Canaria, um am siebten “Smart Green Island Makeathon” teilzunehmen. Ziel war es, in nur vier Tagen kreative Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln. Im Namen des TransRegINT-Teilprojektes „Wasserstoff am Niederrhein“ stellte die HSRW zusammen mit dem Veranstalter ITQ eine Herausforderung – landwirtschaftliche Maschinen und Wasserstoff, ein zukunftsfähiges Konzept?

Smart Green Island Makeathon

Die siebte Ausgabe der innovativen Bildungsveranstaltung, die als Makeathon bekannt ist, lockte über 1000 Teilnehmende aus der ganzen Welt auf die sonnige Insel. Die Wahl von Gran Canaria als Veranstaltungsort war gezielt, um die inspirierende Umgebung und die optimalen Bedingungen für innovative Technologien wie Solarenergie zu nutzen und internationale Kontakte zu knüpfen – passend zum diesjährigen Motto der Bildungsveranstaltung: “Make, Create & Have Fun for a Sustainable Future!”. Dabei lag der Fokus nicht nur auf den technischen Aspekten, sondern vor allem auf dem projektnahen und interdisziplinären Kollaborieren im Ingenieursbereich – eine praktische Erfahrung für junge Talente, um reale Herausforderungen anzugehen und Innovation zu leben.

Auftakt und Gruppenfindung

Der Startschuss fiel am Mittwochmorgen mit inspirierenden Worten von Bettina Stark-Watzinger, der Bundesministerin für Bildung und Forschung Deutschlands. Anschließend folgte eine rasche Vorstellungsrunde, in der die Teams erste Einblicke in die bereitgestellten Herausforderungen werfen konnten. Hier begann die Zusammenarbeit zwischen der HSRW und der Technischen Hochschule Würzburg – Schweinfurt, die sich dem Ziel verschrieben hatten, einen E-Traktor mit einer Wasserstoffbrennstoffzelle als Range Extender aufzurüsten. Unter der Anleitung von Omed Abed und Irmgard Buder vereinten sich die Teams unter dem Namen “Range Extender”, um zu zeigen, dass Wasserstoff eine zukunftsfähige Alternative zu Diesel in der Landwirtschaft darstellt.

Das Team der HSRW bei der Arbeit. © Fidel Kazman / endlosMedia

Making & Hacking – Der Prototyp entsteht

Während des intensiven “Making & Hacking”-Prozesses am Donnerstag und Freitag entstand schrittweise der Prototyp des “Range Extender”-Teams. Die Teilnehmer*innen arbeiteten unter Hochdruck an der Verwirklichung ihrer Vision und nahmen an Workshops und Vorträgen teil, um ihr Wissen zu erweitern und neue Ideen zu gewinnen. Statuspräsentationen und Tagesübersichten ermöglichten es den Teams, den Fortschritt der Projekte zu reflektieren und gegenseitiges Feedback zu teilen. Trotz der Herausforderungen und des knappen Zeitrahmens blieb das Team fokussiert und motiviert.

Erfolgreich und zurück in Deutschland

Nach 96 Stunden intensiver Arbeit neigte sich der “Smart Green Island Makeathon” seinem Ende zu. Am Samstag präsentierten alle Teams stolz ihre Prototypen, darunter auch das Team um „Wasserstoff am Niederrhein“. Sie unterstrichen dabei die Herausforderung der Elektrifizierung des Agrarsektors, insbesondere den hohen Energiebedarf von Traktoren und die mangelnde Infrastruktur für Elektrofahrzeuge auf dem Feld. Der Prototyp des Teams erwies sich als Erfolg, da der E-Traktor nicht nur über Gran Canaria fuhr, sondern auch seine mittlere Reichweite um das Siebenfache gesteigert werden konnte. Das „Range Extender“-Team war sichtlich erfreut diese Chance der elektrifizierten Agrarwirtschaft erfolgreich unter Beweis gestellt zu haben.

Mit der Abreise kehrt nicht nur das HSRW-Team zum Niederrhein zurück, sondern auch das Herzen des Prototyps, bereit für weitere Belastungstests auf den Feldern der Region.

Titelbild: © Fidel Kazman / endlosMedia

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