Vortrag mit Professor Megill über das geplante Makerspace in Kevelaer

Vom FabLab.Blue inspiriert: Neuer Makerspace in Kevelaer

Die Gesamtschule Kevelaer plant den Aufbau eines schulischen Makerspace. Die Idee ist ein offener Lern- und Innovationsraum, der es Schüler*innen ermöglicht eigene Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen.

Initiiert hat das Projekt Frank Maubach, Lehrer und MINT-Koordinator an der Gesamtschule Kevelaer. Inspiriert wurde er vom FabLab.Blue der HSRW am Campus Kleve. Hier findet er auch fachliche Unterstützung: Prof. Dr. phil. William M. Megill steht dem Projektteam in Kevelaer beratend zur Seite. Dabei geht es u. a. um sehr praktische Dinge: Welche Maschinen und Werkzeuge werden benötigt? Wie sollen die Räume des Makerspace strukturiert werden? Wie werden die Maschinen idealerweise aufgestellt?

Not macht erfinderisch

Der Kontakt zur HSRW besteht bereits seit einigen Jahren. Neben dem Besuch von Hochschulfestivals und dem Beratungsangebot der HSRW-Talentscouts an der Gesamtschule Kevelaer, haben Schüler*innen der Q1 im Rahmen des DialogPunkt Kevelaer an zwei Veranstaltungen aktiv teilgenommen.

Mit der MINT AG besucht Frank Maubach regelmäßig die vom zdi angebotenen Workshops im FabLab.Blue – meist jede zweite Woche. Wenn denn der Zug fährt. Aufgrund der häufig ausfallenden Zugverbindungen kamen Prof. Dr. phil. Megill und die Workshopleiter*innen bereits mehrfach mit Material zu den Schüler*innen. Die andauernde Unzuverlässigkeit des ÖPNV ließ den Gedanken reifen, die technische Ausstattung der Gesamtschule Kevelaer zu einem Makerspace auszubauen und als zdi-Stützpunkt zu etablieren.

Was steckt hinter dem Begriff Makerspace?

Zum Konzept eines Makerspace, auch FabLab genannt, gehört das kreative Arbeiten mit digitalen Technologien. Auf eine einfache Formel gebracht handelt es sich um eine Werkstatt mit Maschinen wie 3D-Druckern, Lasercuttern und Plottern, Werkzeugen und Materialien, die die Umsetzung von Designs und Prototypen ermöglichen. Dabei steht der Raum immer mehreren Gruppen oder Projekten offen und ist nicht zur Exklusivnutzung gedacht. Der Hintergedanke: Gemeinsam lernen und arbeiten. Daher richtet sich der geplante Makerspace an alle Schulen in Kevelaer, auch wenn er an der Gesamtschule Kevelaer fest eingerichtet werden soll.

Auch die Schüler*innen der Gesamtschule Kevelaer haben sich viele Gedanken gemacht. Bei einem Infotreffen mit Kevelaerer Unternehmen stellten sie einen Entwurf vor, wie sie sich die Räumlichkeiten vorstellen. Die Planungen sind ambitioniert: Der Startschuss für den Makerspace soll bereits nach den Sommerferien fallen. Damit das gelingt, wurde mit Unterstützung durch Phyllis Ndugire, die das zdi-Zentrum Kreis Kleve cleverMINT leitet, ein Förderantrag beim zdi gestellt. Frank Maubach bereitet sich währenddessen akribisch vor. Er besucht Fortbildungen und Workshops, die z. B. im FabLab am Campus Kamp-Lintfort angeboten werden.

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