Frau mit Wärmebildkamera in der Hand sieht Wärmeausstrahlung von Menschen in Glasscheibe.

Praxistag: Energie-Scouts Niederrhein am Campus Kamp-Lintfort

Die Energie-Scouts Niederrhein haben in den Laboren der HSRW am Campus Kamp-Lintfort den praktischen Umgang mit Messgeräten geübt. Das Klimawandelanpassungsprojekt für Auszubildende der Industrie- und Handelskammer (IHK) findet bereits seit 10 Jahren an der Hochschule Rhein-Waal statt. Die Qualifizierungsmaßnahme soll dazu beitragen, dass Azubis in ihren Ausbildungsbetrieben Verbesserungen anregen, um Unternehmen fit für die Herausforderungen der Klimawandelanpassung zu machen. Dazu gehören Potenziale zu Energieeinsparung oder Förderung der biologischen Vielfalt am Unternehmensstandort erkennen, eigene Projektideen entwickeln und Verbesserungen anregen. In den vergangenen zehn Jahren wurden Projektideen umgesetzt, die in den Unternehmen insgesamt über 2,5 Millionen Euro Kosten für Energie und Ressourcen eingespart und Treibhausgasemissionen vermindert haben. Dazu beigetragen haben rund 480 Azubis. Das Energie-Scouts Projekt wird seit 2015 fachlich durch die HSRW unterstützt.

Am 10. Oktober wurden 25 Azubis am Campus Kamp-Lintfort zum zweiten von insgesamt drei Workshops im Rahmen der diesjährigen Energie-Scouts Niederrhein begrüßt. Ziel des Praxistags war die Vermittlung von praktischem Wissen über Klimawandelanpassung, biologische Vielfalt und Energie-Messtechniken, mit denen Energieverbrauch und eventuelle Verschwendung erfasst werden können. Am Vormittag führte Prof. Dr. Daniela Lud in die Grundlagen zu Klimaschutz und der Rolle von grüner Infrastruktur und Biodiversität bei der Klimawandelanpassung ein. Anschließend waren die Auszubildenden mit dem Smartphone unterwegs im Zechenpark. So konnten sie verschiedene Pflanzenarten entdecken und die „Industrienatur“ des Zechenparks hautnah erleben. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa ging es unter Anleitung von Prof. Dr. Irmgard Buder und Thomas Klimeck vom Transformationsprojekt Erneuerbare Energien im Projekt TransRegINT sowie Dr. André Wenda in die Labore.

Auf Spurensuche nach Energielecks

Schnell den Wasserkocher eingeschaltet für eine Tasse Tee in der Pause. Aber wie viel Energie verbraucht ein Wasserkocher? Und wie viel vergleichsweise eine elektrische Kochplatte?  Ausgestattet mit einem Wattmeter erfassten die Azubis den Stromverbrauch verschiedener Geräte. Mit Wärmebildkameras wurden Wärmelecks gesucht und das CO2-Messgerät vermittelte die Bedeutung richtigen Lüftens. Um Energieverbrauch und Wärmeentwicklung von Leuchtmitteln zu messen, standen verschiedene Lampen wie Energiespar- und Halogenlampe bereit. Das praktische Üben erzielte Wirkung bei den Azubis: „Vielleicht sollten wir auch mal eine Wärmebildkamera für unsere Firma anschaffen.“

Für Prof. Dr. Irmgard Buder und Thomas Klimeck war die Unterstützung eine Ehrensache: „Die Energie-Scouts Niederrhein sind ein spannendes Projekt. Aktiv bei der Schaffung eines höheren Energiebewusstseins zu unterstützen ist Teil unserer Projektarbeit. Hier erreichen wir junge Menschen, die als Wissensvermittler*innen und Multiplikator*innen in die Betriebe zurückkehren und in den letzten zehn Jahren immense Sparpotenziale erzielt haben.“

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