Transport Wasserstoffbagger©Norbert Reintjes_HSRW-1

Labor goes Wirtschaft im Projekt Wasserstoffbagger

Dürfen wir vorstellen? Das Projekt Wasserstoffbagger: Ein Minibagger, die Fakultät Kommunikation und Umwelt (K&U), die Fakultät Technologie und Bionik (T&B), die Professor*innen Dr. Irmgard Buder und Dr.-Ing. Peter Kisters, Norbert Reintjes vom Projekt TransRegINT, Auszubildende der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) und der Firmengruppe Omexom sowie Studierende beider Fakultäten. Dazu die Werkstatt „MAKS MACHT“ der Firma Omexom und das Unternehmen ITQ GmbH.

Die Grundlage: ein Minibagger mit Elektroantrieb und Kabel, gestiftet aus dem Fachbereich Produktdesign der Fakultät T&B von Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters. Die Aufgabe: Umbau zu einem optisch ansprechenden elektrischen Bagger mit Batterie und Brennstoffzelle als Reichweitenverlängerung.

Ein Minibagger, der ursprünglich gebaut wurde, um bei Sanierungsarbeiten in kleineren Räumen eingesetzt zu werden, soll seinen Wirkkreis erweitern und beispielsweise im Agroforstsystem Alleen 3 unseres Agroforst Reallabor arbeiten. Dafür muss er kabellos werden. Angeleitet von Norbert Reintjes arbeiten seit Mai 2025 ein Auszubildender zum Produktdesigner der HSRW im ersten Lehrjahr sowie je ein Auszubildender zum Elektroniker und zum Nutzfahrzeugmechaniker von Omexom im ersten Lehrjahr im Projekt Wasserstoffbagger. „Sie haben den Bagger erst einmal in Teile zerlegt, eine Datenaufnahme durchgeführt und konstruieren nun mithilfe von CAD-Software ein Basismodell“, erklärt Norbert Reintjes. Er bildet aus unserem Projekt heraus die Schnittstelle zwischen der Fakultät T&B, Studierenden und externen Akteur*innen aus u. a. der Wirtschaft. „Damit schaffen sie die Grundlage für eine weitere Ausgestaltung des Projekts mit Studierenden im Rahmen eines interaktiven Workshops, dem sogenannten Makeathon. Zugleich entstehen zwei Bachelorarbeiten. In der weiteren Projektlaufzeit werden sie dann die Fachleute sein, die die Studierenden bei der Entwicklung und Montage unterstützen.“

Es bleibt nicht theoretisch: Studierende gesucht für Praxisprojekt!

In einem Makeathon soll der Minibagger innerhalb einer Woche mit Studierenden der Fakultäten K&U sowie T&B umgebaut werden und in seinen Grundfunktionen betriebsfähig sein. Der Makeathon ist für März/April 2026 geplant und wird durch ein interdisziplinäres Semesterprojekt vorbereitet. Dazu werden Studierende in Arbeitsgruppen während des Semesters geeignete Komponenten wie Brennstoffzellen, Batterien, Wechselrichter und andere unter Berücksichtigung der Systemanforderungen sowie der Sicherheit im Betrieb prüfen und wählen.

„Mit der Teilnahme sammeln die Studierenden Erfahrungen in der Projektplanung in einem sicherheitsrelevanten und anspruchsvollen beruflichen Umfeld und kommen in direkten Kontakt mit Partnerunternehmen“, wirbt Prof. Dr. Irmgard Buder für eine Beteiligung.

Zwei Bachelorarbeiten ausgeschrieben

Darüber hinaus werden zwei Bachelorarbeiten in dem Projekt ausgeschrieben: Auch hier bleibt es nicht theoretisch, ideal ist eine Zusammenarbeit mit dem Semesterprojekt. Denn das Ergebnis der Bachelorarbeiten ist u. a. die Basis für die Entscheidung, welcher Motor für den Wasserstoffbagger gewählt werden soll. Die genaue Fragestellung der ersten Bachelorarbeit für Studierende der Studiengänge Mechanical Engineering oder der technisch orientierten Studiengänge der Fakultät Kommunikation und Umwelt lautet dementsprechend: Synchroner Wechselstrommotor oder Gleichstrommotor? Was ist die bessere Lösung für den Batteriebetrieb, der durch eine Wasserstoffbrennstoffzelle an Bord aufgeladen wird? Die zweite Bachelorarbeit, geeignet für Studierende im Studiengang Mechanical Engineering o. ä. widmet sich der CAD-Vorbereitung von Batterie, Brennstoffzelle und Wasserstoffspeicher für den Umbau des Baggers.

Der Minibagger steht mittlerweile bei MAKS MACHT in Uedem. Die Spezialwerkstatt für Nutzfahrzeuge bietet optimale Bedingungen für die jungen Menschen: Eine bestens ausgerüstete Werkstatt mit viel Expertise direkt vor Ort ermöglicht ein praxisnahes Arbeiten im „echten“ Arbeitsumfeld. Norbert Reintjes sieht es pragmatisch und sagt mit einem Schmunzeln: „Für das Projekt Wasserstoffbagger haben wir unsere Labore auf die Werkstätten von Omexom erweitert.“

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