Ein kleines Portraitfoto von Hien Do neben einem Modell von einem Hausgarten.

Klever Birne 2025: Lass‘ uns Deinen Garten essbar machen

Mit seiner Idee möchte Hien Do, der an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) zwei Studiengänge im Bereich nachhaltige Landwirtschaft (Sustainable Agriculture) absolviert, kleine oder mittelgroße Gärten langfristig in winzige essbare Wälder umwandeln. Nicht allein, sondern in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter. Hinter seiner Idee steckt eine große Vision: „Ich möchte die Landökosysteme durch die Pflege der Grünflächen und Belebung des Stadtbildes auf individueller Ebene erhalten.“ Einfach gesagt, Hien möchte die Menschen motivieren, dass jede*r einzelne den Planeten begrünt.

Begrünen mit heimischen Pflanzen, mit einem Fokus auf essbar bzw. nutzbar. Denn wie der Name schon andeutet, ist Nahrung der Kern von den auch als Waldgarten bezeichneten Nahrungswäldern. In der Regel werden verschiedene essbare Pflanzenarten in mehreren Vegetationsschichten angebaut – von hohen Obst- und Nussbäumen über Beerensträucher, Kräuter- und Gemüsepflanzen bis zu Zwiebel- und Knollengewächsen. Daher steckt hinter einem Nahrungswald üblicherweise viel Planung.

Die Vision verwirklichen

Planung, die von Hien und den Gartenbesitzern auf der Grundlage des kollektiven Wissens passionierten Mitstreiter geleistet wird. „Durch Empfehlung unter Freunden haben wir bereits vier Pioniergärten in Kleve in der Entwicklung, die vier Phasen durchlaufen: Kartierung der Fläche, Planung und Gestaltung, Auswahl heimischer Pflanzen und Vorbereitung des Materials sowie Bepflanzung“, zählt Hien die Schritte vom Rasen zum Nahrungswald auf.

In Kleve ist jede*r eingeladen zum Mitmachen: Gartenbesitzer*innen und Gartenlose. Sie sollen sich mithilfe des Netzwerks von Hien und seinen Mitstreiter*innen finden und eine Gemeinschaft bilden: Hilfe beim Pflanzen, Pflegen, Ernten und Teilen der Erträge.

„Ich wünsche mir, dass die Menschen großzügig sind und mitfühlend. Geben kann auch ohne unmittelbare Vergütung möglich sein.“

Diese Art des Gebens und Nehmens wird auch Schenkökonomie (engl. Gift Economy) genannt. Auch Hien bietet seine Beratung und Planungsarbeit unentgeltlich an.

Er plant außerdem eine interaktive Website, um das gemeinschaftliche Engagement durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen innerhalb der Gemeinschaft und mit anderen Personen oder Gruppen, wie Verbrauchern, Landwirten und Menschen mit ähnlichen Interessen, zu fördern. Dadurch soll die Kommunikation im Bereich der Landwirtschaft verbessert werden. Weitere Aktivitäten wie Workshops und Erntefeste sind ebenfalls in Planung.

„Lassen wir die Natur für uns sorgen!“

Zurück zu Hiens Vision, dass jede*r die Erde auf individueller Ebene begrünt. Das fördert nicht nur u.a. eine nachhaltige Landnutzung und die heimische Artenvielfalt, sondern verbessert, wissenschaftlich bewiesen, das allgemeine Wohlbefinden. „Gartenarbeit ist eine sinnvolle Tätigkeit, hilft bei Angstzuständen und psychischen Problemen und bietet einen Ausgleich zu den unvorhersehbaren Ereignissen in der Welt“, sagt Hien und lädt dazu ein, einen oder auch mehrere Bäume zu pflanzen.

Neugierig geworden? Dann in den kommenden Wochen bis zur Preisverleihung der Klever Birne am 11. September 2025 die Einzelvorstellungen der diesjährigen Finalist*innen hier auf unserer Webseite oder auf unseren Social-Media-Kanälen anschauen und genauer informieren. Der Zugang zur Preisverleihung ist kostenfrei, allerdings wird um Anmeldung gebeten.

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