Unter dem Motto „Die Ernte teilen“ haben sich bei der SoLaWi Kleve Erzeugende und Konsument*innen zu einer Wirtschaftsgemeinschaft zusammengeschlossen. Der Grundgedanke: Die Mitglieder, auch Ernteteilende genannt, zahlen einen monatlichen Mitgliedsbeitrag und erhalten wöchentlich Gemüse, das am Erntetag an vorab definierten Orten abgeholt werden kann. So garantiert der Verein die Abnahme der Felderträge und übernimmt die Vorfinanzierung der Erzeugung. Für Andreas Münnig, verantwortlicher Gemüsegärtner der SoLaWi Kleve, ergeben sich dadurch mehrere Vorteile: Er hat Planungssicherheit, teilt das Risiko und erhält ein gesichertes Einkommen.
Der Acker
Gewirtschaftet wird auf einem Stück Land, das langfristig von der Stadt Kleve gepachtet wird. Rund 7.300 m² beträgt die Fläche am Ortsausgang von Rindern. Darauf befinden sich 10 Freilandbeete. Ebenfalls wurden zwei Folientunnel mit einer Länge von jeweils 30 m aufgebaut. Zusätzlich gibt es eine Freifläche für den Anbau von Hokkaidokürbis. Es fehlt derzeit noch ein kleiner Unterstand für Gerätschaften. Ein Brunnen wurde bereits gebohrt. Jetzt fehlt noch ein Bewässerungssystem, um nicht den gesamten Acker per Hand zu bewässern. Für den noch jungen Verein eine große Investition. Das Preisgeld der Klever Birne wäre dafür gut angelegt.
Das Gemüse
Angebaut wird, was mit den Mitgliedern vorab abgesprochen wird. Geplant wird mit verschiedenen Gemüsesorten: von Salaten, Kohlsorten und Kürbisgewächsen über Möhren, Rüben, Erbsen und Radieschen bis Auberginen und Tomaten. Auf der Webseite informiert eine Tabelle über die geplanten Ernten nach Kalenderwochen.
Die Landwirtschaft
Die SoLaWi Kleve arbeitet naturnah, effizient und regenerativ. Verschiedene Gemüsearten wachsen dicht beieinander in den permanenten Beeten. Verzichtet wird auf schwere Maschinen, intensive Bodenbearbeitung sowie Pestizide und synthetische Düngemittel. Stattdessen ist Handarbeit gefragt. Der Lohn sind unter anderem Humusaufbau, CO2-Bindung, sauberes Grundwasser und eine erhöhte Biodiversität.
Die Gemeinschaft
„Die SoLaWi Kleve verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Dabei ist sie mehr als ein Landwirtschaftsmodell, da sie auch eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft in den Fokus ihres Wirkens nimmt.“
Die Mitglieder der SoLaWi Kleve beteiligen sich aktiv. Sei es bei der Planung des Anbaujahres oder aktiv bei der Feldarbeit. Da der Fokus der SoLaWi Kleve nicht auf Profit liegt, sondern auf sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Resilienz, wird durch ein solidarisches Finanzierungsmodell auch Menschen mit geringerem Einkommen eine Teilnahme ermöglicht. Sie können sich mit geringeren Beiträgen oder durch Arbeitsleistung beteiligen.
Neugierig geworden? Dann in den kommenden Wochen bis zur Preisverleihung der Klever Birne am 11. September 2025 die Einzelvorstellungen der diesjährigen Finalist*innen hier auf unserer Webseite oder auf unseren Social-Media-Kanälen anschauen und genauer informieren. Der Zugang zur Preisverleihung ist kostenfrei, allerdings wird um Anmeldung gebeten.
