202406~2

Intensiver Diskurs im DialogPunkt: Wasserstoff in der Mobilitätswende

Die Flächen vor dem DialogPunkt Kleve verwandelte sich in einen lebendigen Treffpunkt für Diskussionen über Wasserstoff und nachhaltige Mobilität. Unter dem Motto „Wasserstoff am Niederrhein“ luden wir zur offenen Gesprächsrunde ein und erlebten gemeinsam mit vielen interessierten Bürger*innen einen spannenden Nachmittag rund um das Thema Mobilität der Zukunft und Wasserstofftechnologie.

Ein heißes Thema

Dr. André Wenda, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Rhein-Waal (HSRW), stellte die neuesten Forschungsergebnisse und Projekte an der HSRW rund um Wasserstoff vor. Ein besonders spannendes Thema war die Geschichte eines Hackathons auf Gran Canaria, bei dem Studierende der HSRW im Rahmen von TransRegINT einen Traktor erfolgreich mit einem Wasserstoffantrieb erweiterten.

Lebhafte Debatten und kritische Fragen

Mit kühlen Erfrischungen vor den Türen des Klever DialogPunkt kam eine lebhafte Diskussion ins Rollen. Das Thema Wasserstoffauto als zukünftige Lösung wurde intensiv hinterfragt. Viele Interessierte waren sich einig, dass in großen Städten elektrische Fahrzeuge aufgrund der besseren Ladeinfrastruktur im Vorteil seien und auch in Zukunft den persönlichen Nahverkehr in Ballungsgebieten dominieren würden. Auch über die Idee autofreier Zonen in Innenstädten wurde debattiert.

Herausforderungen und Potenziale von Wasserstoff

Ein zentraler Punkt war die aktuelle Infrastruktur und der Bedarf an Wasserstofftankstellen. Diese sind derzeit nicht flächendeckend verfügbar, man müsste zum Tanken Richtung Niederlande oder Mönchengladbach fahren. Auch ethische Fragen zur Produktion und zum Abbau seltener Erden für Batterien wurden angesprochen. Schließlich wird der aus der Brennstoffzelle produzierte Strom wie auch beim Elektroauto in Batterien zwischengespeichert.

Soll grüner Wasserstoff in Deutschland oder im Ausland produziert werden? Eine Frage über die intensiv gesprochen wurde. Wasserstoff bietet die Möglichkeit, überschüssige Energie langfristig und verlustfrei zu speichern – ein klarer Vorteil gegenüber Batterien, wie Dr. André Wenda zuvor erklärt hatte: „Im Gegensatz zu Batterien kann Wasserstoff Energie selbst über Monate verlustfrei speichern, das ist ein ganz entscheidender Vorteil.“

Nachhaltige Mobilität und Zukunftsvisionen

Mit dem Eintreffen des NIAG-Vorstandes Peter Giesen kehrte die Diskussion zur praktischen Anwendung zurück. E-Busse wurden bei der NIAG wegen ihrer schnellen Verfügbarkeit gekauft, aber auch das Potenzial von Wasserstoff für Fahrzeuge mit hohem Energiebedarf, wie Busse und LKWs, wurde betont. Wasserstoff, wenn er grün produziert wird, ist emissionsfrei und bietet damit eine vielversprechende Lösung für die Zukunft.

Fazit: Wasserstoff hat Potenzial

Gegen Ende der Veranstaltung war klar: Die Teilnehmenden waren gut informiert und teilweise sogar vom Fach. Man war sich einig, dass Wasserstoff ein hervorragender Energiespeicher ist und großes Potenzial für die Zukunft hat. Der Konsens lautete: Hauptsache, man nimmt Initiativen wahr und geht in den Austausch. Wasserstoff bringt Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft und hat definitiv seine Berechtigung in der nachhaltigen Mobilität.

Das Event im DialogPunkt Kleve zeigte, wie wichtig der Diskurs und das Netzwerken sind, um nachhaltige Lösungen zu finden und voranzutreiben. Wir freuen uns auf weitere anregende Austausche und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre wertvollen Beiträge. Bleib dran und informiere Dich hier über unsere kommenden Events und Projekte.

Wir freuen uns auf Dich und die nächsten Diskussionen, bei denen wir gemeinsam die Zukunft gestalten können!

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