Das Bridge Lab versteht sich wortwörtlich als Brücke zwischen Disziplinen, Erfahrungen, Ideen und mehr.
Die Ausstattung von Papier, Schere und Kleber über Lego bis zu digitalen Werkzeugen und der gewisse Loungecharakter lassen auf einen gut ausgestatteten Bastel- und Spielraum schließen. Dahinter steckt ein didaktisches Konzept. „Es ist mehr als nur Bastelkram und Rechner rein, fertig“, bestätigt Silke Gehrmann-Becker, die das Bridge Lab gemeinsam mit Dr. Caroline Breidenbach initiiert hat. Das Setting ist bewusst anders gestaltet als der übliche Hörsaal. „Wir wollten eine Atmosphäre schaffen, in der man einfach vorbeikommen und sich treiben lassen kann.“ Im Bridge Lab finden bis zu 25 Personen einen Ort, um gemeinsam kreativ zu sein.
Die Studierenden sollen ermutigt werden, sich auszudrücken, Erkenntnisse auszutauschen und bereit zu sein für Kritik von Kommiliton*innen. Silke Gehrmann-Becker lässt das Buzzword ‚Employability‘ fallen: „Interdisziplinäre Kompetenz ist in der Arbeitswelt entscheidend. Die Studierenden der Fakultät K & U werden u. a. durch die Teilnahme an interdisziplinären Projekten im Wintersemester an das Thema herangeführt.“ Das Bridge Lab ist ein weiteres Werkzeug, um Studierende bei der Entwicklung von Selbstwirksamkeit zu unterstützen.
„Die digitale Welt birgt großartige Möglichkeiten, aber entwickelt sich zu einem selbstzirkulierenden System, ähnlich der KI. Wir wollen dieses System durchbrechen, Inspirationen gibt es auch außerhalb von Insta, TikTok und Pinterest.“
Es sind sanfte Impulse, die persönliche Blase zu verlassen. „Wir ermutigen die Studierenden über den Tellerrand zu blicken und zu erkennen, dass Lösungen und Unterstützung nicht von außen kommen müssen. Sie sind hier in der Hochschule“, ergänzt Denis Malinko, Mitarbeiter im Bridge Lab.



Hinter Dr. Caroline Breidenbach, Silke Gehrmann Becker und Denis Malinko liegen fünf Monate mit vielfältigen Formaten. Es wurden speziell für das Bridge Lab konzipierte Workshops angeboten, wie etwa Codierung und Muster in der Musik, die Students Garden Meetings oder das Arbeiten mit Figma. Auch fanden spontane Break-Out-Sessions von Lehrenden mit Studierenden statt. Studierende gaben den Impuls zum zweitägigen Stop-Motion-Workshop mit selbstgefertigten Tonobjekten. Ein Highlight für alle Beteiligten war die Ausstellung „mycelium studio“ im Januar 2026, entstanden aus einem interdisziplinären Projekt.
Gemäß dem Motto „open doors, open minds”, werden die Türen des Bridge Labs mit Beginn des Sommersemesters noch häufiger offenstehen als bisher. Lehrende können den Raum über Outlook buchen, Studierende die Verantwortlichen des Bridge Labs kontaktieren.
